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Führungskräfte Foren und Praxisseminaren des Behörden Spiegel


Pensionsrückstellungen und nachhaltige Finanzierung der Beamtenversorgung
Aktuelle Fragen zur Sicherung der Altersvorsorgesysteme im Öffentlichen Bereich und Anforderungen an Lösungskonzepte
Gegenstand des Seminars

Pensionsrückstellungen und Pensionsverpflichtungen steigen von Jahr zu Jahr und belasten zunehmend die kommunalen Haushalte. Es stellt sich die drängende Frage, ob dieses Problem noch in den Griff zu bekommen ist und wie künftig die steigenden Versorgungslasten noch finanziert werden können. Umlagesysteme funktionieren bekanntlich nur solange, wie mehr Aktive als Pensionäre vorhanden sind. Das ändert sich schon in absehbarer Zeit grundlegend.

Das „Schreckgespenst“ Pensionslawine wird für die Kommunen ein immer greifbareres Problem: Es werden nicht nur immer mehr Beamtinnen und Beamte in naher Zukunft in den Ruhestand eintreten, sondern dieser Personenkreis wird zudem immer älter. Steigende Pensionslasten können sich tatsächlich zu einer ernsthaften Bedrohung für die Handlungsfähigkeit der Kommunen entwickeln. Hier gilt es, rechtzeitig Maßnahmen in die Wege zu leiten, um der steigenden Pensionslast frühzeitig entgegen zu wirken.

Vor dem Hintergrund der Forderung nach intergenerativer Gerechtigkeit und mehr Transparenz im Hinblick auf das Ausmaß der Verbindlichkeiten ist die Bildung und Ausweisung von Pensionsrückstellungen bereits jetzt in vielen Bundesländern integraler Bestandteil der kommunalen Bilanz. Die Forderung nach intergenerativer Gerechtigkeit und mehr Transparenz hatte bei Umstellung auf das NKF zur Folge, dass die Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven und pensionierten Beamten erstmals erfasst und bewertet werden mussten. Die Bildung bilanzieller Pensionsrückstellungen an sich löst jedoch nicht das Problem der konkreten Finanzierung künftiger Versorgungsverpflichtungen. So stellt sich im Laufe der Jahre für jede Kommune die Frage nach der Herkunft der dann erforderlichen finanziellen Mittel; bei HSK zusätzlich nach einer damit verträglichen Umsetzung geeigneter Lösungskonzepte.

Hier wird auch die grundsätzliche Frage eines Personalkostenvergleichs von Beamten und tariflich Beschäftigten thematisiert.  Zudem wird aufgezeigt, wie sich die Entwicklung der Pensionsrückstellungen sicherer planen lässt.

Am Praxisbeispiel einer konkreten Stadt aus NRW wird aufgezeigt, wie man sich dort auch als HSK-Kommune der Herausforderung gestellt und ein maßgeschneidertes Lösungsmodell zur Erfüllung dieser gesetzlichen Pflichtaufgabe und nachhaltigen Finanzierung der Pensionsverpflichtungen entwickelt und umgesetzt hat.

Benötigte Arbeitsmittel:
gesetzliche Regelungen zum Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen (auch als Entwurf)

Zielgruppe

Personaldezernenten und Kämmerer sowie Führungskräfte und verantwortliche Mitarbeiter aus dem Personal- und Finanzwesen in Kommunen und Kreisen und öffentlichen Einrichtungen mit Dienstherreneigenschaft; Leiter und Prüfer aus dem Bereich der kommunalen Rechnungsprüfung und Revision

Seminarablauf

Themenüberblick:

  • Beamtenversorgung als verfassungsrechtlich garantiertes Fürsorgemodell und vorrangige Pflichtaufgabe der Kommunen
  • Systematik und Risiken der Umlagefinanzierung über  Versorgungskassen
  • Die finanzwirtschaftliche Bedeutung der Pensionslasten vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung
  • Bildung von Pensionsrückstellungen,  richtige  Erfassung und Bewertung der Pensionsansprüche
  • Darstellung der künftigen Entwicklung von Pensionsrückstellungen und Erhöhung der Planungssicherheit
  • Ansätze für eine Plausibilitätsprüfung der ausgewiesenen Pensionsrückstellungen
  • Korrekte Bemessung des Finanzbedarfs und Bedeutung der biometrischen Risiken
  • Beurteilung alternativer Finanzierungsmodelle und Auswirkungen auf den Jahresabschluss
  • Anforderungen an die Verträglichkeit mit einem HSK und Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde
  • Verknüpfung mit dem Personalbewirtschaftungskonzept
  • Beispiel Personalkostenvergleich Beamte  – tariflich Beschäftigte
  • Auswahl geeigneter Rückdeckungskonzepte und Erarbeitung maßgeschneiderter Lösungsmodelle am Beispiel der Stadt Monheim am Rhein
  • Maßnahmen zur Umsetzung und Implementierung von Vorsorgekonzepten
  • Vergaberechtliche Aspekte und Durchführung einer EU-weiten Ausschreibung
  • Erfahrungsbericht aus der Praxis
Referenten
Martin  Frömmer, geb. am 01.05.1968 in Heidelberg schloss die Studiengänge zum Diplom-Verwaltungswirt und Diplom-Betriebswirt erfolgreich ab. Hiernach war er zunächst als stellvertretender Amtsleiter im Bereich der Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Monheim am Rhein tätig. 1996 wechselte er in das Haupt- und Personalamt und war dort federführend für den Aufbau der Personalentwicklung verantwortlich. Im Jahr 1999 wurde er zum Amtsleiter des damaligen Haupt- und Personalamtes ernannt. Derzeit ist Herr Frömmer als Bereichsleiter des Zentralen Service für die Leitung des Bereichs mit den Aufgabenfeldern Personal, Organisation, Steuerung, Informationstechnologie und Beteiligungsmanagement verantwortlich. Daneben ist er Mitglied und Geschäftsführer des Verwaltungsvorstands und Vorsitzender der Bewertungskommission der Stadt Monheim am Rhein. Herr Frömmer hat als Referent verschiedene Fachvorträge zu den Themen Pensionsverpflichtungen, Gesundheitsmanagement, Arbeitgebermarke und Arbeitszeitmanagement gehalten.
Mechthild A.  Stock, geb. am 15. 09.1962 in Wermelskirchen, schloss Ihr Studium zur Diplom – Verwaltungswirtin mit betriebswirtschaftlicher Zusatzqualifikation erfolgreich ab. Die Geschäftsführerin und Gründerin des Büros für Kommunalberatung GmbH - einer spezifischen Unternehmensberatung für den Öffentlichen Sektor- verfügt aufgrund langjähriger Berufserfahrung in der Öffentlichen Verwaltung bei Kommunen, Verbänden und Instituten – zuletzt als Beigeordnete und Stadtkämmerin – sowie Beratungstätigkeit in national und international aufgestellten Konzernen über umfangreiche Qualifikation, große Projekterfahrung und hohes persönliches Engagement. Als langjähriges Mitglied im Fachverband der Kämmerer in NRW e.V. ist Mechthild A. Stock ständiger Gast des Vorstandes. In der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Finanz-, Kassen- und Rechnungsbeamten (BAG-Komm e.V.) gehört sie dem Vorstand an. Zudem engagiert sich Frau Stock bundesweit im Wirtschaftsrat Deutschland für den Themenkreis Staatsfinanzen. In den Bereichen Finanzwirtschaft, Organisation und Personalentwicklung sowie Integritätsmanagement, Implementierung von Internen Kontrollsystemen und Risikomanagement berät sie Körperschaften und Unternehmen der Öffentlichen Hand. Die Beratungstätigkeit umfasst dabei die strategische Entwicklung und Steuerung ebenso wie die Optimierung und Neuausrichtung der Organisation. Im Fokus stehen auch alle Fragen in Zusammenhang mit den Auswirkungen des demographischen Wandels und hier vor allem die Fragen rund um Altersversorgungssysteme im Öffentlichen Dienst und die Entwicklung von Pensionsrückstellungen. Aktuell hat sich Frau Stock intensiv mit der Finanzierung zukünftiger Pensions- und Versorgungsverpflichtungen und Betriebsrenten – vornehmlich im kommunalen Bereich – beschäftigt und Lösungsansätze für alternative Finanzierungsstrategien für die Beamtenversorgung und entwickelt. Daraufhin haben bereits zahlreiche betroffene Kommunalverwaltungen ihre Beratung in Anspruch genommen und gemeinsam entwickelte Lösungsmodelle in die Realität umgesetzt. Weiterhin bilden Qualifizierung und Fortbildung einen besonderen Schwerpunkt.
Termin und Ort
Ort:
Tagungshotel
Hamburg


Zeitraum:
20.06.2017 09:30 Uhr - 20.06.2017 17:00 Uhr

Preis
450,- Euro zzgl. MwSt.
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