Erfahrungen austauschen und neue Lernwege nutzen in den
Führungskräfte Foren und Praxisseminaren des Behörden Spiegel


Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung
Der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg
Gegenstand des Seminars

Im Zeitalter der Globalisierung, des Internet und der wachsenden Verfügbarkeit von Wissen stehen die einzelnen MitarbeiterInnen wie auch ganze Organisationseinheiten unter wachsendem Druck, das von ihnen zur Bewältigung des operativen Geschäftes benötigte Wissen bestmöglich zu gewinnen, aufzubereiten, zu speichern und weiterzugeben. Um erfolgreich im Wettbewerb agieren zu können, sehen sich Organisationseinheiten dabei zwei Herausforderungen ausgesetzt:

  • Das verfügbare Wissen möglichst effizient und effektiv zu nutzen.
  • Benötigtes externes Wissen in hervorragender Qualität zu finden und in die eigenen Strukturen zu implementieren.

Darüber hinaus ist es aber für die in den Organisationseinheiten eingesetzten Personen auch von wachsender Bedeutung, sich das für die eigene Aufgabenstellung wichtige Wissen persönlich anzueignen – und dies in Zeiten zunehmender Informationsflut möglichst effektiv und effizient.

Diese Herausforderungen bewegen Unternehmen, Behörden und andere Einrichtungen wie Hochschulen oder Forschungseinrichtungen gleichermaßen. Moderne Informations- und Kommunikationslösungen bieten hierzu neue Möglichkeiten der Unterstützung im Umgang mit Informationen. Für die öffentliche Verwaltung in Deutschland sind die Rahmenbedingungen zum Ausbau und Implementierung digitaler Lösungen im E-Government-Gesetz (2013) und der Digitalen Agenda (2014) definiert worden. Die IT Dienstleister stehen bereit und werben für ihre Lösungen zur Entwicklung einer „High-Tech“-Verwaltung wie der E-Akte, Cloud Computing, Mobilen Lösungen, IT-Sicherheit, Geoinformationssystemen und weiteren „Smart City“ Lösungen, Portalinfrastrukturen zur Verbesserung der Kommunikation mit den Bürgern, App-Lösungen usw.

Im Seminar erhalten Sie Einblick in die moderne Archivierung, Speicherung und Verwendung von Know-how. Für die öffentliche Verwaltung wächst zunehmend der Bedarf an Wissensmanagementlösungen, da in den meisten Einrichtungen die Arbeitsbelastung aufgrund von Einsparungen auf immer weniger Schultern verteilt wird. Zudem stehen die MitarbeiterInnen vor der Herausforderung, sich wegen der häufigen Wechsel fachlicher Zuständigkeiten schnell in neue Arbeitsgebiete einarbeiten zu müssen. Beide Herausforderungen können durch Ansätze des Wissensmanagements, insbesondere durch die digitale und parallel dazu mit der analogen, also mündlichen Kommunikation bewältigt werden.  

Zielsetzung

Im Seminar „Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung: Der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg“ vom 18. bis 19. September 2017 in Berlin erhalten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, den Mehrwert von Wissensmanagementansätzen näher kennen zu lernen. Dr. Philipp Bizer, smartransfer, gibt dabei Einblick in digitale Unterstützung von Wissensmanagementprozessen. Sven Wuscher, Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK, Berlin, stellt den Einführungsprozess von Wissensmanagement vor und zeigt anhand dieses systematischen Vorgehens sinnvolle Werkzeuge, Unterstützungsinstrumente sowie Beispiele, die sich in der Praxis bewährt haben. Ulrich Zuber, Bundesverwaltungsamt, Köln, bringt seine umfangreichen Erfahrungen in der Digitalisierung der Verwaltung im Fokus von Kollaboration, Wissensentwicklung und Einbindung von Wissensmanagementsystemen ein. Dr. Bernd Janson, Innovationsberater, Wissen zu Wirtschaft (WzuW), Essen, führt in die Thematik des Wissensmanagements ein und zeigt die aktuellen Tendenzen in der Anwendung von Wissensmanagementsystemen auf.

Seminarablauf

Themenüberblick 1. Tag, 09:30-17:00 Uhr:

Bedarf an Wissensmanagementsystemen in der öffentlichen Verwaltung und erste Schritte

Dr. Bernd Janson, WzuW, Essen

  • Entstehung von Wissen
    • Informationen und Wissen als Rohstoff
    • Informations- und Wissensverarbeitung zu Know-how
    • Abrufbares und nachhaltiges Know-how
  • Einführung und Notwendigkeit des Wissensmanagements
    • Angebotsbedingte Gründe (wachsende Verfügbarkeit von Informationen)
    • Technische Gründe (Recherchemethoden, Archivierungskapazitäten)
    • Wettbewerbsorientierte Gründe (globalisierungsbedingter Wettbewerbsdruck, Wettbewerb in Märkten und zwischen Behörden (make or buy Entscheidungen))
    • Wissen als Produktionsfaktor (einzelwirtschaftliche Perspektive)
    • Wissen als Wachstumsfaktor (gesamtwirtschaftliche Perspektive)
  • Archivierung bestehenden Wissens
    • Sammlung von Know-how (Artikel, Bücher, Notizen)
    • Einspeisung von Know-how (Problemlösungen) als Text oder Video
    • Interne Lösung: Relationale Datenbanken
    • Externe Lösung/Internetbasierte Lösung: Cloud-Computing
    • Umgang mit Fluktuation von Mitarbeitern: Nachhaltige Sicherung des Know-hows
  • Einführung in die Logik von Wissensmanagementsystemen
    • Wissensidentifikation
    • Wissensdiffusion
    • Wissensbewahrung
    • Wissensumsetzung

Wissen lebt oder Wissen geht! Keine Verwaltung der Zukunft ohne Wissensmanagement – Wie viel Kollaboration muss sein, wieviel darf es sein? Trend, Chancen und Grenzen des SOCIAL INTRANET

Ulrich Zuber, Bundesverwaltungsamt, Köln

Welchen Herausforderungen müssen sich die Institutionen für eine erfolgreiche Arbeit stellen, welche Chancen haben sie, welche Rahmenbedingungen müssen sie betrachten? Wo sind die Erfolgs- und Risikofaktoren. Insbesondere: Was passiert, wenn sich die Verwaltung zur Modernisierung der Arbeit weiterhin so zaghaft der digitalen Transformation wie bisher stellt?

Seit den 1990er Jahre etablieren Modernisierungsinitiativen einen ständigen Wandel in der Verwaltung durch die Bereiche Organisation, Personal und Informationstechnologie. Funktionsfähigkeit, Effizienzsteigerung und Wirtschaftlichkeit standen dabei immer im Dienst von Einsparungen. Dieser Wandel entwickelte eine Verwaltungswirklichkeit und neue dramatische Lage: Nicht mehr strukturierte Linearität, sondern Gleichzeitigkeit und Geschwindigkeit z. B. von Prozessen und Kommunikation prägen das Arbeitssystem. Der bilanzierten Informationsflut stehen keine Filter entgegen. Die Steuerungsinstrumente und das Führungsverständnis wurden nicht entsprechend angepasst.

Der Referent gibt einen praxisorientierten Überblick und Priorisierungen über die notwendigen Aktivitäten zur Transformation der Verwaltung der Zukunft mit Wissens- und Innovationsmanagement. Es wird im Fokus von Wissensmanagement aus der Praxis ein weiter Bogen gespannt, von der erforderlichen Managementausrichtung über die organisatorischen und personalwirtschaftlichen Aspekte bis hin zur technologischen Unterstützung mit den Kernthesen:

  • Modernisierung des Managementsystems und der Arbeitsorganisation – „Nicht die Beschäftigten, sondern die Arbeitsplätze müssen flexibel und mobil werden!“
  • Modernisierung der Personalmanagementmethoden – „Devaluation des Expertentums aufhalten: Konzepte für Kompetenz- und Expertenkarrieren in der Verwaltung und Wertschätzung des informellen Lernens sind zwingend!“
  • IT ist Selbstverständlichkeit – „Ein Arbeitsplatz ist nicht durch IT modern, sondern ein moderner Arbeitsplatz hat IT!“ Die interne IT muss näher ans Business – weg von der klassischen Softwareentwicklung und hin zu Konzeptsoftware.

Handlungsspielräume für Ansätze des Wissensmanagements in der öffentlichen Verwaltung

Diskussion mit Ulrich Zuber, Bundesverwaltungsamt, und Ableitung von Strategien zur Implemenierung hilfreicher Best-Practice-Ansätze

Themenüberblick 2. Tag, 09:30-17:00 Uhr:

Wissensmanagement erfolgreich einführen

Sven Wuscher, Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK, Berlin,

Wissensmanagement hilft Ihrem Unternehmen, sowohl die strategischen Geschäftsziele zu erreichen, als auch ihre operativen Abläufe zu optimieren. Das Competence Center Wissensmanagement (CCWM) am Fraunhofer IPK bietet Methoden und Instrumente an, die das gesamte Spektrum abdecken: Von der strategischen Planung über die Integration von Wissensmanagement in Geschäftsprozessen bis zur nachhaltigen Umsetzung und Überwachung der Wissensmanagement-Maßnahmen. Als Leitlinie zur systematischen Einführung von Wissensmanagement in Ihrem Unternehmen dient das folgende Vorgehensmodell

  • Arbeitsfelder Competence Center Wissensmanagement (CCWM)
    • Strategische Planung
    • Wissensmanagement-Analyse
    • Integration in Geschäftsprozesse
    • Umsetzung und Überwachung der Maßnahmen
  • Schritte zum optimalen Wissensmanagement
    • Wissensbilanzierung zur Ermittlung der strategischen Ausrichtung einer Organisation
      • Vorgehen und Kernelemente der Wissensbilanz
      • Übung und Fallspiele
    • Methoden des geschäftsprozessorientierten Wissensmanagements
      • WM-Fitness Check
      • WM-Audit
      • GPO-WM
    • Aspekte des operativen Wissensmanagement
      • Der WM-Methodenbaukasten
      • Change-Management und Kommunikation bei der Einführung von WM-Methoden

Einblicke aus der Praxis - Prozess-orientierte Nutzung und IT-Unterstützung des Wissensmanagements

Dr. Philipp Bitzer, smartransfer GmbH, Kassel

In der Praxis stellt sich häufig die Frage, wie man aus der Vielzahl von IT-Instrumenten, Empfehlungen, Methoden, Ansätzen und Strategien eine Unternehmens-, Abteilungs- und Team-spezifische Ausgestaltung des Wissensmanagements findet, um den versprochenen Nutzen des Wissensmanagements zu realisieren.

Dr. Philipp Bitzer gibt Einblicke in konkrete Wissensmanagement-Projekte und berichtet anschaulich über die gewählten Ansätze vor dem Hintergrund des Auswahlprozesses von IT-Werkzeugen. Anhand eines konkreten Fallbeispiels zeigt er typische Herausforderungen auf, die entstehen, wenn theoretisch-fundierte Ansätze auf die Wirklichkeit im Betrieb von Organisationen treffen. , Typischer Weise auftretende Probleme bzw. deren Lösungen werden anschaulich wiedergegeben. Dr. Bitzer diskutiert dabei die Grenzen wissenschaftlicher Ansätze sowie weitere Erkenntnisse auf Basis seiner konkreten Projekt-Erfahrung beim Aufbau von Wissensmanagementsystemen, womit er als Geschäftsführer der smarTransfer GmbH seit 2015 beschäftigt ist.

  • Überblick zu IT-Instrumenten im Wissensmanagement
  • Kosten-Nutzen Analyse
  • Handlungsempfehlungen
  • Trends im modernen Wissensmanagement
Referenten
Dr.  Philipp  Bitzer, ist Mitgründer und Geschäftsführer der smarTransfer GmbH, einer Firma die mittels smarter Technologien verstecktes Wissen auf Arbeitsplatz- und Abteilungs-Ebene nutzbar macht. Seine Leidenschaft ist es Wissensmanagement so zu gestalten, dass es ausgehend von einer konkreten Problemstellung Organisationen wirklich dabei hilft, die richtigen Dokumente und Ansprechpartner für konkrete Fragestellungen zu finden. Für die Gestaltung passgenauer Wissensmanagement-Ansätze nutzt er dabei moderne Technologien genauso wie unternehmensspezifische Methoden um Wissen systematisch und dauerhaft verfügbar zu machen. Bitzer verbindet dabei eine fundierte, wissenschaftliche Ausbildung, in deren Rahmen er sich insbesondere mit der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von IT im Lern- und Wissensmanagement beschäftigt hat und seine mehrjährige Erfahrung in der Praxis als Projektmanager im Bereich des smarten Wissensmanagements.
Dr.  Bernd  Janson, WzuW (Wissen zu Wirtschaft). Dr. Bernd Janson, geb. 1968 in Mannheim, studierte Volkswirtschaftslehre in Heidelberg und promovierte anschließend an der Ruhr-Universität Bochum zum Doktor der Ökonomie. Seit 2003 ist er als Unternehmens und Politikberater, insbesondere der Landesregierungen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, tätig. Sein Spezialgebiet liegt im Management der Wissensgenerierung (Forschung und Entwicklung) und der Wissensverbreitung bzw. -verwendung (Technologietransfer, Wis-sensmanagement). Bernd Janson entwickelt seit 1997 in enger Kooperation mit Entscheidern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik innovative Begegnungsplattformen auf nationaler und internationaler Ebene, die sich durch lebendige Veranstaltungsformate und enge Kundenbindung auszeichnen. Das „Heidelberger Innovationsforum“, eine erfolgreiche Technologietransferplattform für Geschäftsideen aus der Wissenschaft für die IT-Wirtschaft, ist in Europa ebenso bekannt wie die Reihe „Erfolgreich forschen in Europa“.
Sven  Wuscher, Competence Center Wissensmanagement, Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK. Sven Wuscher arbeitet seit 2005 am Fraunhofer IPK. Im Anschluss an das Studium zum Diplomkaufmann spezialisierte er sich im Competence Center Wissensmanagement auf das Themenfeld des strategischen Wissensmanagement. Verantwortlich ist er u.a. für die Entwicklung des „Zukunftscheck Mittelstand“ zur Erhöhung der Transparenz zwischen KMU und Banken sowie der Implementierung von Wissensbilanzen in nationalen und internationalen Projekten. Zudem arbeitet er in unterschiedlichen operativen Projekten zur Einführung von Wissensmanagement bei Industrieunternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Die Begleitung von Wissensstrukturierungsprojekten gehört ebenso zu seinem Aufgabenbereich wie die Moderation von Workshops sowie die Leitung von Seminaren.
Ulrich  Zuber, Stab „Presse; Öffentlichkeitsarbeit; Wissensmanagement“, Bundesverwaltungsamt. Ulrich Zuber arbeitet seit 1991 in verschiedenen Organisations-, IT- und Wissensmanagementprojekten. Heute ist der Arbeits- und Themenschwerpunkt das strategische und operative Wissensmanagement, Kollaboration, Lernsysteme, Entwicklung von Konzeptsoftware sowie entsprechende Konzepte zur Umsetzung einer digitalen Transformation. In Organisationsuntersuchungen, komplexen Analysen bis zur Umsetzung in großen Organisationen und Projekten sammelte er die erforderliche Erfahrung für die Entwicklung des neuen Managementsystems: Wissen, Kommunikation und Design sind die zentralen Gestaltungsdimensionen für einen Erfolg. Als langjähriges Mitglied im Programmkomitee der KNOWTech, des Kongresses der BITKOM für Wissensmanagement und Social Media, bringt er sich in die Programmgestaltung ein. Ulrich Zuber veröffentlicht regelmäßig Beträge in Fachzeitschriften und führt Seminare und Werkstatt­gespräche zum Thema Wissens- und Veränderungsmanagement, Strategie und Corporate Identity durch.
Termin und Ort
Ort:
InterCityHotel Berlin Hauptbahnhof
Katharina-Paulus-Straße 5
10557 Berlin
Hinweise zur Anfahrt finden Sie unter: http://www.berlin-hauptbahnhof.intercityhotel.com


Zeitraum:
18.09.2017 09:30 Uhr - 19.09.2017 17:00 Uhr

Preis
950,- Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung


Veranstaltungen nach Datum


September 2017 (55)

Oktober 2017 (39)

November 2017 (60)

Dezember 2017 (11)

Januar 2018 (2)

Februar 2018 (4)

März 2018 (2)

April 2018 (1)

Juni 2018 (1)


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