Erfahrungen austauschen und neue Lernwege nutzen in den
Führungskräfte Foren und Praxisseminaren des Behörden Spiegel


Wirtschaftsförderung 4.0 und Strukturpolitik im Digitalen Zeitalter
Gegenstand des Seminars

Die kommunale Wirtschafts- und Strukturpolitik ist ein zentrales Element für Wachstum und Prosperität von Städten, Gemeinden und Regionen. Diesem Themenfeld kommt in Zuge der Haushalts- und Schuldenkrise, auch den demographischen Veränderungen in Zukunft eine noch stärkere Bedeutung zu, um kommunale Strukturrisiken und Wachstumschancen rechtzeitig zu erkennen. Die von der Bundesregierung zur Jahresmitte verkündete „Digitale Agenda 2020“ wird auch die kommunale Wirtschaftsförderung vor neue Herausforderungen stellen. So hat z.B. im Zeitalter des Internet der Dienste und der Dinge die Deutsche Industrie gemeinsam mit dem Bund die Initiative „Industrie 4.0“ ins Leben gerufen; für die Wirtschaftsförderung ein Grund mehr, sich auf Zukunftsaufgaben und verändertes Rollenverständnis – auch  im Digitalen Zeitalter – einzustellen.   http://www.acatech.de/industrie4.0

Damit verbunden ist es auch zentrale zukünftige Aufgabe der kommunalen Wirtschaftsförderung, die Prozesse in der eigenen Verwaltung korrespondierend und gegenüber anderen Fachämtern anzustoßen, zu modernisieren, effektiv und nachhaltig zu unterstützen, sozusagen als Nukleus einer in Zukunft verstärkt auf Digitalisierung setzenden örtlichen Verwaltung. Sie soll so Chancen und Potentiale für die Zukunft intensiver nutzen, und die wirtschaftsbezogenen Strategien der eigenen Kommune wirksamer und in neuer Gesamtverantwortung auf ihre Ziele hin auszurichten.

Das Seminar legt die notwendigen Grundlagen zur kommunalen Wirtschaftsförderung  und Strukturpolitik und behandelt insbesondere aktuelle Konzepte und Strategien, die bereits erfolgreich in Kommunen in der Praxis angewandt wurden. Zentrale Fragen in diesem Kontext sind beispielsweise:

  • Wo steht mein Standort und welche Branchen haben eine Zukunft?
  • Wie definiert sich die Wirtschaftsförderung im Blick auf die Initiative „Industrie 4.0“?
  • Welche neue Rolle muss sie in einer zukunftsfesten Verwaltung der Zukunft übernehmen – „Wirtschaftsförderung  4.0“?!
  • Wie startet man am Standort eine Wirtschaftsinitiative mit Zukunftspotenzial?
  • Wie haben andere es gemacht, sind meine eigenen Ideen umsetzbar?
  • Welche Potenziale können aus „Industrie 4.0“ für die eigene Verwaltung aufgezeigt werden?
  • Welche Rolle kommt der Wirtschaftsförderung in der Verwaltungsmodernisierung zu?
  • Wie verändern Digitalisierung und demographische Entwicklungen die eigene Funktion – und vieles mehr.

Das Seminar möchte eine Gesamtübersicht über die derzeit praktizierten und diskutierten Maßnahmen im Bereich Wirtschaftsförderung und Strukturpolitik bieten, sowie Raum geben, um eigene Ideen zu diskutieren und dazu befähigen, diese punktuell oder in ihrer Gesamtheit umzusetzen.

Seminarablauf

Themenüberblick 1. Tag, 09:30 - 17:00 Uhr:

Einführung
Im Rahmen der Eröffnung erfolgt eine einführende Darstellung zum Seminaraufbau und den Inhalten. Erwartungen und Fragestellungen der Teilnehmer werden thematisiert, um diese im Seminarrahmen berücksichtigen zu können.

  • Was sind die Charakteristika einer Kommunalen Wirtschafts- und Strukturpolitik?
  • Was sind die Zusammenhänge „Industrie 4.0“ und Digitalisierung („Verwaltung 4.0“?)
  • In welchem Kontext stehen Demographie, Haushalts- und Schuldenkrise?
  • Was sind kommunale Struktur- und Zukunftsrisiken, wie erkenne ich diese frühzeitig?

Branchen und Standorte
Die individuellen Gegebenheiten eines Standortes und der dort angesiedelte Branchenmix erfordern korrespondierende und damit passgenaue Konzepte und Maßnahmen zur kommunalen Zielerreichung. Die Referenten setzen sich im Teil „Branchen und Standorte“ insbesondere mit folgenden Fragen auseinander:

  • Was sind Determinanten von Wachstum und wie kann ich diese beeinflussen?
  • Wo steht mein Standort und welche Branchen haben eine Zukunft?
  • Welche Konzepte und Maßnahmen der Kommunale Wirtschafts- und Strukturpolitik eignen sich besonders für eine erfolgreiche kommunale Standortentwicklung?

Wirtschaftsinitiativen
Erfolgreiche Wirtschaftsförderung ist das Ergebnis der richtigen Strategieauswahl, die sowohl die ansässigen und potentiellen Unternehmen als auch die weiteren kommunalen Partner zielsicher einbezieht. Wirtschaftsinitiativen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.

  • Was sind Wirtschaftsinitiativen und was können sie tatsächlich leisten?
  • Welche Konzepte gibt es hierzu für die kommunale Praxis und wie kann ich selbst eine Wirtschaftsinitiative durchführen?
  • Welche Partner brauche ich dafür und wie kann ich diese intern und extern gewinnen?
  • Welche neuen Wege und Potenziale bietet die fortschreitende Digitalisierung, das Internet der Dienste und der Dinge?

Ideen- und Methodenworkshop
Nachdem die Seminarinhalte aus unterschiedlichen Blickwinkeln eingeführt und thematisiert wurden, werden sie anhand ausgewählter Problemstellungen praktisch angewandt. Dabei werden in Gruppenarbeit Ergebnisse erarbeitet und im Plenum vorgestellt. Die Teilnehmer erhalten so unmittelbare Rückmeldungen zu Ihren Überlegungen und können sie mit anderen vergleichen und reflektieren. Insbesondere folgende Schwerpunktbereiche werden behandelt: Haushalts- und Schuldenkrise, Ansiedlung von Zukunftsbranchen, Zugang zu Verwaltungsleistungen, Zukunftsinitiativen wie „Industrie 4.0“ sowie die Potenziale und Herausforderungen fortschreitender Digitalisierung im Weiteren.

Themenüberblick 2. Tag, 09:30 - 15:30 Uhr:

Internationalisierung
Wie stark und wie dynamisch sind die internationalen Verflechtungen der großen Player am Standort? Gibt es erfolgreiche Mittelständler, die geschäftliche Beziehungen ins Ausland haben? Welche Herausforderungen sind aus den boomenden Regionen Asiens für die Zukunft insgesamt und am eigenen Standorte zu erwarten?

  • Welche Branchen und Unternehmen am Standort sind für ausländische Investitionen interessant und wie kann die Wirtschaftsförderung begleitend und korrespondierend tätig werden?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für die Wirtschaftsförderung im Zeitalter des Internet der Dienste und der Dinge?
  • Welche internationalen Verflechtungen gibt es am Standort?
  • Wie lassen sie sich zielgenau identifizieren und auf Erfolg und Dynamik bewerten?
  • Welche Partner sind notwendig und sinnvoll?
  • Welche Servicelevel und welche Beratungsqualitäten muss man in der eigenen Funktion aber auch in der Gesamtverwaltung sicherstellen?
  • Welche ausländischen Aktivitäten, Präsentationen, Networking pp. sind sinnvoll?

Regionale Zusammenarbeit
Kein – noch so erfolgreicher – Standort existiert heute noch völlig autark und in sich geschlossen, neue Arbeits- und Produktionsmöglichkeiten und Verbünde machen Unternehmen flexibel und schnell anpassbar, „Kirchturmdenken“ in der öffentlichen/kommunalen Verwaltung behindert Investitionen bisweilen unnötig, neben Konkurrenzaspekten zwischen einzelnen Standorten, ist arbeitsteilige regionale Serviceleistung zur Standortsicherung und -entwicklung von Unternehmen im globalen Wettbewerb gefragt.

  • Welche „klimatischen“ Grundlagen braucht es für erfolgreiche Kooperationen?
  • Wie analysiert und wie gewährleistet man gegenseitige Stärken und Schwächen?
  • Welche Partner sind mit im Spiel?
  • Wie soll die Verzahnung und Kommunikation von und zwischen Unternehmen, Institutionen, Verwaltung und (Kommunal-) Politik sein, damit es
  • regional wirklich gelingt?

Best Practices
Nicht überall muss das Rad neu erfunden werden. Wer die Größe hat, erfolgreiche Konzepte anderer anzuerkennen, kann daraus für die eigene Stadt, den eigenen Standort schnell Vorteile ziehen.

  • Wie haben andere es gemacht, sind meine eigenen Ideen umsetzbar?
  • Das „Virtuelle Mittelstandsbüro“ in der Landeshauptstadt Düsseldorf und seine Philosophie als Erfolgsmodell?
  • Die besonderen Merkmale des Düsseldorfer Competence Centers eGovernment für Unternehmen – Übertragbarkeiten und Wettbewerbschancen?
Referenten
Prof. Dr.  Frank  Hogrebe, ist Wirtschaftsprofessor und seit Jahren im Forschungsfeld der Verwaltungsmodernisierung mit Publikationen, Tagungs- und Kongressbeiträgen sowie Forschungs- und Praxisprojekten aktiv. Seine rund 20-jährige praktische Verwaltungserfahrung bildet ein solides Fundament zur Konzeption und Reflexion innovativer Ansätze zur kreativen, effizienten und zukunftsgerichteten Verwaltungsentwicklung. Er leitet eine Vielzahl von Forschungs- und Praxisprojekten zur Verwaltungsmodernisierung, die regelmäßig die Verbesserung von Verwaltungsservice für Bürger und Unternehmen in den Mittelpunkt stellt. Er verfügt über langjährige Erfahrung im wissenschaftlichen und verwaltungspraktischen Kontext von E-Government in Deutschland.
Wilfried  Kruse, Beigeordneter a.D., war seit 1970 insgesamt 12 Jahre in Landesdiensten, in Mittelbehörden und im Innenministerium NRW, 1983/84 Referent im Deutschen Städte- und Gemeindebund. Seit 1985 Kommunaler Beigeordneter, zunächst in Hilden 8 Jahre, dann 12 Jahre in Neuss für zahlreiche und unterschiedliche Kommunale Dezernatsbereiche pp. In Düsseldorf war er in zuletzt 8 Jahren für Wirtschaftsförderung, öffentliche Gesundheit, Sport, Personal, IT, Organisation, u.a. ebenso tätig wie als Verbandsvorsteher der ITK Rhein-land. In 42 Dienstjahren hat er über 20 Jahre in den Fach- und Führungsgremien des Städtetages und des Städte- und Gemeindebundes mitgewirkt, davon 10 Jahre im Landesvorstand des Städtetages NRW; er war in aktiver Zeit u.a. Vorstandsvorsitzender von VITAKO und der AKDN NRW. 2012 gründete er zusammen mit Prof. Dr. Frank Hogrebe , Wiesbaden, das Institut für Verwaltungsmanagement, Mittelstandsforschung und Zukunftsplanung, IVM².
Termin und Ort
Ort:
Tagungshotel
Bonn


Zeitraum:
09.03.2017 09:30 Uhr - 10.03.2017 15:30 Uhr

Preis
950,- Euro zzgl. MwSt.
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