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Planen und Bauen im Bestand
Praktische Umsetzung und rechtliche Rahmenbedingungen
Gegenstand des Seminars

Die Auseinandersetzung mit Planen und Bauen im Bestand, insbesondere im Bereich von historischer Bausubstanz, wird und muss in Zukunft eine immer größere Rolle im Baubereich spielen. Dies wird auch deutlich am bereits bestehenden Verhältnis des Bauvolumens in Deutschland in Höhe von 309,4 Milliarden Euro (2012), wobei sich dieser Betrag aufteilt in ca. 26% Neubauvolumen und 74% in Bauen im Bestand. Beim Bauen in und mit dem Bestand gibt es keine Standardlösungen. Vielmehr gilt es, die Balance zu finden zwischen Erhalt und Innovation, zwischen Sanierung und neuer Architektur, zwischen dem historischen Charakter eines Gebäudes und seinem aktuellen Stellenwert.

Im ersten Teil dieses Seminars werden neben allgemeinen einführenden Begriffserläuterungen der Planungsprozess (vorbereitende Maßnahmen, Kostenabschätzung und Entwürfe) und die konkreten Umsetzung von Baumaßnahmen (Baustelleneinrichtung, Durchführung, Übergabe) anhand von realisierten Hochbauprojekten im Bereich Bauen im Bestand, insbesondere im denkmalgeschützten Umfeld erläutert. Es werden die erforderlichen Projektschritte aufgezeigt und Lösungsmöglichkeiten besprochen. Der Umgang mit historischer Bausubstanz erfordert von allen Planungsbeteiligten um-fassende Kenntnisse aus den verschiedensten Bereichen. Neben dem allgemeinen bautechnischen Wissen sind Spezialkenntnisse und vor allem Erfahrung erforderlich, die nur durch intensive Beschäftigung mit diesem Thema erworben werden können.

Der zweite Teil des Seminars setzt sich mit speziellen rechtlichen Fragen auseinander, die beim Planen und Bauen im Bestand eine besondere Rolle spielen. Es werden aus Sicht eines Architekten rechtliche Fragen besprochen, die sich mit Fragen der Genehmigungsbedürftigkeit und den planungsrechtlichen Anforderungen im Bestand auseinandersetzen. Auch werden Fragen des Bestandschutzes, des Urheberrechts und des Denkmalschutzes diskutiert. Abschließend werden die besonderen Honorarvorschriften der HOAI 2013 beim Planen und Bauen im Bestand (Umbauzuschlag, mitzuverarbeitende Bausubstanz, Besondere Leistungen) erläutert.

Seminarablauf

Themenüberblick:

Teil 1: Planen und Bauen im Bestand – praktische Umsetzung

  • Bedarf des Planen und Bauens im Bestand
  • Begriffe/Rahmenbedingungen
  • Projektablauf
  • Nutzungsphase
  • Projektbeispiele

Teil 2: Planen und Bauen im Bestand – rechtliche Rahmenbedingungen

  • Öffentlich-rechtliche Aspekte
  • Genehmigungsbedürftigkeit
  • Genehmigungsfähigkeit
  • Nutzungsänderungen
  • Bestandschutz
  • Denkmalschutz
  • Zivilrechtliche Aspekte
  • Nachbargrundstücke
  • HOAI 2013
Referenten
Wolfgang  Jobst, geboren am 10.03.1958 in Regensburg. Er hat am 30.07.1977 die Fachhochschulreife an der Fachoberschule in Regensburg erreicht. Danach begann er das Studium der Architektur an der Fachhochschule Regensburg und schloss dieses am 30.07.1982 mit der Abschlussprüfung als Diplom-Ingenieur (FH) ab. Seine erste Anstellung ab dem 01.10.1982 war bei der Stadt Regensburg im Hochbauamt, in der Abteilung Alt-stadtsanierung. Dort hat er die Sanierung von städtischen Altstadtliegenschaften als Bauleiter begleitet. Während dieser Zeit absolvierte er die sogn. Anwärterzeit für den gehobenen bautechnischen Verwaltungsdienst und schloss diese mit der Staatsprüfung für den gehobenen bautechnischen Verwaltungsdienst im März 1985 ab. Am 24.11.1987 erfolgte die Eintragung in die Architektenliste der Bayerischen Architektenkammer. Ab dem 01.04.1988 arbeitete er als Projektleiter im Architekturbüro Dieter E. Philipp in Regensburg. Dabei hat er als Planer und Bauleiter verschiedene Neubauten im Bereich des behindertengerechten Bauens und im Gewerbe- und Industriebau betreut. Ab dem 01.01.1991 bearbeitet er als Leiter der Hochbauabteilung bei der Stadt Neutraubling die gesamte Band-breite des kommunalen Bauens. Diese umfasste die Realisierung und Projektsteuerung der städt. Hochbau-maßnahmen, die Betreuung/Erstellung der städt. Bauleitplanung und die Bearbeitung der Bauanträge im Rahmen des sogn. gemeindlichen Einvernehmens. Zum 01.08.2001 wechselte er zur Großen Kreisstadt Freising und leitete dort das städt. Hochbauamt. Seine Aufgaben waren dort die verantwortliche Projektsteuerung der städt. Hochbaumaßnahmen einschl. Budgetverwaltung sowie die Leitung des Energie- und Gebäudemanagements. Am 19.04.2004 wurde er von der IHK Regensburg zum Sachverständigen für Honorare für Architektenleistungen öffentlich bestellt und vereidigt. Diese Bestellung wurde am 22.12.2005 für den Bereich der Innenarchitekten erweitert. Nach seiner Zeit in Freising hat er erneut ab dem 01.04.2013 bis 30.09.2014 das Hochbauamt der Stadt Neutraubling geleitet. Seit dem 01.10.2014 ist er selbstständig als Sachverständiger für Honorare für Leistungen der Architekten und Innenarchitekten und als Referent und Berater tätig. Seine Spezialgebiete neben dem Honorarrecht (HOAI) sind das öffentliche Vergaberecht für Planungs- und Bauleistungen und die Projektentwicklung und Projektsteuerung kommunaler Bauvorhaben. Insbesondere besitzt er aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung eine besondere Kompetenz für die Sanierung historischer Bausubstanz, im Bereich des Denkmalschutzes und beim Planen und Bauen im Bestand.
Termin und Ort
Ort:
Tagungshotel
Hamburg


Zeitraum:
08.11.2017 09:30 Uhr - 08.11.2017 17:30 Uhr

Preis
450,- Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung


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