Erfahrungen austauschen und neue Lernwege nutzen in den
Führungskräfte Foren und Praxisseminaren des Behörden Spiegel


Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
Stress für die Personal- und Rechtsabteilung
Gegenstand des Seminars

Psychische Belastungen nehmen in unserer Arbeitswelt mittlerweile einen großen Raum ein. Klagen über Zeitdruck, ständige Erreichbarkeit oder Konflikte mit Vorgesetzten und Kollegen führen zu immer stärker empfundenen psychischen Beanspruchungen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat bereits im Januar 2013 den „Stressreport Deutschland 2012“ veröffentlicht, wonach psychische Belastungen in der Arbeitswelt stark zugenommen haben. Der deutliche Anstieg psychischer Erkrankungen in den letzten 10 Jahren wird von Fachleuten als Folge der Veränderung der Arbeitswelt interpretiert.

Die Politik reagierte z. T. mit hektischem Aktionismus. Seit Ende 2013 fordert das Arbeitsschutzgesetz nun explizit die Berücksichtigung der psychischen Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung. Die Gefährdungsbeurteilung ist schon lange Kernstück eines funktionierenden Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Auch erste (arbeitsrechtliche) Urteile des Bundesarbeitsgerichts gibt es zu dieser Thematik bereits. Daher müssen sich die Arbeitgeber in der Praxis auf diese neue rechtliche und tatsächliche Herausforderung fachgerecht und schnell einstellen können. Die Besonderheit dieses kompakten Praxisseminars ist die Kombination von der Darstellung der rechtlichen Ausgangslage und der Rechtsprechung, insb. des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und der Bereitstellung von Lösungsansätzen, in Form von Check-Listen. Auch die Schnittstellen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement werden aufgezeigt.

Seminarablauf

Themenüberblick:

  • Dimension psychischer Erkrankungen für Betrieb und Gesellschaft: Zahlen, Daten, Fakten, Ausgangssituation
  • Aktueller Stand Gesetzgebung und politische Initiativen: Wohin geht die „Reise“?
  • Begriffsklärung: Beanspruchung vs. Belastung – um was geht es wirklich?
  • Welche anerkannten Verfahren gibt es?
  • Rechtlicher Rahmen und rechtliche Aspekte
  • Arbeitgeber als „Verantwortlicher“, § 3 ArbSchG
  • Arbeitsschutzverpflichtungen nach dem ArbSchG
  • Gefährdungsermittlung: zentrales Element des ArbSchG
  • Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats/Personalrats
  • Betriebs- oder Dienstvereinbarung – „Heilmittel“?
Referenten
Jürgen  Kutzki, nach der Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst in Baden-Württemberg, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Kehl, Abschluss: Dipl.-Verwaltungswirt, sammelte er erste berufliche Erfahrungen in der Kommunalverwaltung. Nach den beiden Staatsexamen begann er 1989 seine berufliche Laufbahn im höheren Dienst bei der Alexander von Humboldt-Stiftung, Bonn, als Rechts- und Haushaltsreferent. Von 1992 – 1993 war er Hauptamtlich Lehrender auf Zeit bei der Fachhochschule des Bundes, Köln. Von 1993 bis zum Jahre 2005 leitete er als Prokurist den Servicecenter Personal, Recht und Infrastruktur beim Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ Karlsruhe). Seit 1. April 2005 hat RA Kutzki eigene Anwaltskanzleien und Kooperationen in Karlsruhe, Bonn, Singapur und Bangkok. RA Kutzki ist Mitherausgeber des TVöD-Kommentars: Dörring/Kutzki, Springer-Verlag, Heidelberg, 2006. Mitautor bei den Online-Kommentaren des Beck-Verlags, München, zum TVöD und TV-L, 2016.
Termin und Ort
Ort:
Tagungshotel
Bonn


Zeitraum:
28.09.2017 10:00 Uhr - 28.09.2017 15:00 Uhr

Preis
450,- Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung


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